Familienfreundliche Nutztierpraxen für Tierärztinnen und -ärzte

Lavoro e famiglie Sanità e assistenza sociale CH
Tierärztin mit Kälbern
Nutztierärztin bei der Arbeit

Das Projekt «Familienfreundliche Nutztierpraxen für Tierärztinnen und -ärzte» hat zum Ziel, dass die Rahmenbedingungen in der Nutztierpraxis so organisiert werden können, dass Frauen und Männer mit Familienpflichten diesen Beruf ausüben können. Dadurch soll auch dem Nachwuchsproblem im Nutztierbereich entgegengewirkt werden.

Das Studium der Veterinärmedizin wird zu 90% von Frauen absolviert. Gerade der Beruf des Nutztierarztes, resp. der Nutztierärztin war früher ein Männerberuf. Es lassen sich zwar (noch) genügend Personen im Inland finden, die in der Nutztierpraxis arbeiten, jedoch steigen insbesondere Frauen oft nach kurzer Zeit wieder aus (im Schnitt nach 4 Jahren). So wie viele Nutztierpraxen organisiert sind, lässt sich diese Arbeit nicht mit der Familienarbeit kombinieren.

Viele Arbeitgebende bevorzugen es, Männer anzustellen. Da es im Inland jedoch nicht genügend Männer gibt, werden diese zum Teil aus dem Ausland geholt. Die Frauen mit Familienpflichten werden durch die Rahmenbedingungen in der Nutztierpraxis faktisch gezwungen, eine Anstellung in einem Amt, in der Industrie oder allenfalls in der Kleintierpraxis zu suchen. Ein Problem ist insbesondere die Organisation von flächendeckenden Nacht- und Wochenenddiensten.

Das Projekt besteht aus zwei Teilprojekten:

1. Familienfreundliche Organisationsstrukturen in Nutztierpraxen

Es werden 4 bis 5 Nutztierpraxen (aus verschiedenen Fach- und Regionalsektionen) ausgewählt und ihre Organisationsstrukturen überprüft und bei Bedarf massgeschneidert optimiert, damit die Arbeit in diesen Nutztierpraxen für Angestellte mit Familienpflichten möglich ist. Diese Best-Practices werden in der gesamten Gesellschaft bekannt gemacht und weitere Arbeitgebende auf die Thematik und den Nutzen einer optimalen Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben sensibilisiert.

2. Coaching Tierärztin/Tierarzt & Familie/Privatleben

Die GST baut ein Coaching-Angebot für alle Mitglieder auf. Arbeitnehmende können ihre berufliche und die familiäre/private Situation reflektieren sowie neue Handlungs- und Lösungsansätze zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben erarbeiten.

Beide Projektteile werden in Zusammenarbeit mit der Fachstelle UND realisiert.

Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt das Projekt im Rahmen der Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz.

Das Projekt ist beendet.

Link

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte

Fachstelle UND

Promotore

Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) vertritt als Dachverband die beruflichen Interessen von über 2900 Mitgliedern gegenüber der Politik und den Behörden, verwandten Verbänden und Partnern. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit fördert und bewahrt die GST das positive Bild der Tierärztinnen und -ärzte in der Gesellschaft. Im Interesse der einzelnen Tierärztinnen und -ärzte nimmt die GST Einfluss auf die Rahmenbedingungen für die Berufsausübung.

Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST
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